Häufige Fragen zum Waldkindergarten
Ja. Unsere Kinder sind bei nahezu jedem Wetter draußen – ob bei Sonnenschein, Regen oder Schnee. Der Aufenthalt im Freien gehört bewusst zu unserem pädagogischen Konzept.
Ist es für die Brotzeit zu kalt oder zu nass, nutzen wir unseren beheizbaren Bauwagen. Bei besonderen Gefährdungslagen, etwa bei Sturm oder zu hoher Schneelast, steht uns ein geeigneter Ausweichraum zur Verfügung.
Alle Kinder müssen sich mit dem Schuleintritt an neue Rahmenbedingungen wie längeres Sitzen gewöhnen. Studien zeigen jedoch, dass Kinder aus Waldkindergärten in vielen Bereichen gut vorbereitet sind.
In einer wissenschaftlichen Untersuchung wurden sie in den Bereichen Motivation, Ausdauer, Konzentration, Sozialverhalten und Mitarbeit im Unterricht im Durchschnitt besser bewertet als Kinder aus Regelkindergärten.
Weitere Informationen finden Sie in der Doktorarbeit von Peter Häfner.
Die Natur bietet den Kindern eine Fülle an Materialien für ihr Spiel. Darüber hinaus stehen Malutensilien, Werkzeuge, Bücher, Seile und Musikinstrumente zur Verfügung.
Viele Spielsachen entstehen gemeinsam aus Naturmaterialien. Dabei werden Kreativität, Kooperation und Gemeinschaftssinn gefördert. Die Kinder erleben ihre eigene Wirksamkeit und erfahren: Alles, was ich mache und wie ich es mache, ist sinnvoll. Das stärkt das Selbstwertgefühl und die Freude am Spiel.
Das Risiko eines Zeckenstichs besteht nicht nur im Wald, sondern ebenso im eigenen Garten, auf Spielplätzen oder am See.
Unsere Kinder tragen in der Regel lange Kleidung und eine Kopfbedeckung. Zusätzlich können Zeckenschutzmittel verwendet werden. Nach dem Abholen sollten die Waldkleider ausgezogen und die Kinder zu Hause gründlich nach Zecken abgesucht werden.
Der Waldkindergarten arbeitet nach dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan. Eine klassische Vorschulerziehung mit Arbeitsblättern findet bei uns jedoch nicht statt.
Wir legen den Schwerpunkt auf die Förderung von Basiskompetenzen wie Selbstständigkeit, Konzentrationsfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, soziales Miteinander und den Umgang mit Misserfolgen.
Zählen, Schreiben, Schleifen binden und ähnliche Fähigkeiten werden spielerisch im Alltag, im Morgenkreis und in gezielten Einheiten vermittelt.
Unsere Gruppe besteht aus maximal 18 Kindern und wird von zwei pädagogischen Fachkräften begleitet. Dadurch ist sie gut überschaubar.
Es gibt klare Regeln, die die Kinder kennen, einhalten und sich gegenseitig in Erinnerung rufen. Eine wichtige Regel lautet, sich nur so weit zu entfernen, dass die Gruppe noch sichtbar bleibt.
Hier gilt eine klare Regel: Es wird nichts roh aus dem Wald gegessen.
Für unsere Waldsuppe verwenden wir frische Kräuter oder bekannte Pilze ausschließlich in gut durchgekochtem Zustand. Vor jeder Mahlzeit werden die Hände gründlich gewaschen.
Aufgenommen werden Kinder ab drei Jahren (in Einzelfällen auch früher) bis zum Schuleintritt.
Der Waldkindergarten ist für alle Kinder geeignet – unabhängig davon, ob sie eher robust oder zart sind. Jedes Kind entwickelt sich entsprechend seiner Persönlichkeit und in seinem eigenen Tempo.
Für neue Waldkinder und ihre Eltern stellen wir eine ausführliche Ausstattungsliste zur Verfügung. Sie enthält praktische Tipps zur passenden Kleidung und Ausrüstung sowie Hinweise, worauf im Waldalltag besonders zu achten ist.
Ein Waldkindergarten lässt sich am besten erleben, nicht nur beschreiben. Wenn Sie neugierig geworden sind, laden wir Sie herzlich ein, uns kennenzulernen. Gerne beantworten wir Ihre Fragen und geben Ihnen Einblick in unsere pädagogische Arbeit.
Leiter der Einrichtung
Alpenstraße 39b
82538 Geretsried
Mobil: 0172 9340333
E-Mail: waldkindergarten-isartal@web.de
Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme und darauf, Ihnen unseren Waldkindergarten persönlich vorzustellen.